Wenn klar ist für welchen Zweck ein Hauswasserwerk eingesetzt werden soll, fällt auch die Auswahl einer Anlage leichter. Dafür muss man sich darüber bewusst sein was die Anlage leisten muss und an welchem Standort sie installiert werden soll.
Auch ein mobiler Einsatz ist, je nach Einsatzzweck, möglich. Sobald man diese Aspekte geklärt hat, dürfte schnell klar sein welches Hauswasserwerk man benötigt. Für Laien in diesem Bereich gibt es aber noch weitere Dinge, die man beim Kauf einer Anlage beachten sollte.
Ansaughöhe und Förderhöhe
Beim Kauf eines Hauswasserwerks kann es schnell passieren, dass die maximale Ansaughöhe mit der maximalen Förderhöhe verwechselt wird. Doch die beiden Begriffe sind wichtige Kriterien bei der Wahl eines Hauswasserwerkes wenn es um die Wasserversorgung eines Hauses geht.
Hier ein kleines Beispiel zur Differenzierung der beiden Begriffe:
Ein Hauswasserwerk saugt Wasser aus einem Brunnen oder einer Zisterne an. Die Wasseroberfläche im Brunnen oder der Zisterne befindet sich dabei 4 Meter unter der Wasserpumpe. Vom Hauswasserwerk aus wird das Wasser in den zweiten Stock eines Hauses befördert. Die Wasserentnahmestelle in diesem Stockwerk befindet sich 10 Meter über der Pumpe. In diesem Beispiel beträgt die Förderhöhe somit 14 Meter. Möchte man noch höher gelegene Stockwerke mit Wasser beliefern, muss man also darauf achten, dass die maximale Förderhöhe auch ausreicht.
Die Ansaughöhe dagegen beschreibt den Höhenunterschied zwischen dem Hauswasserwerk und der Wasseroberfläche des Brunnens oder der Zisterne. Hat ein Hauswasserwerk zum Beispiel eine maximale Ansaughöhe von acht Metern, dann darf sich die Pumpe nicht mehr als acht Metern über dem Brunnen befinden. Sobald der tatsächliche Höhenunterschied größer ist als die maximale Ansaughöhe, dann ist die Pumpe nicht mehr in der Lage das Wasser anzusaugen.
Daher muss man beim Kauf diese beiden Werte unbedingt beachten. Je nach dem für was das Hauswasserwerk eingesetzt und wo sie installiert werden soll, sind diese Angaben sehr wichtig.
Hauswasserwerke zur Druckerhöhung
Ein beliebter Einsatzzweck von Hauswasserwerken ist die Druckerhöhung des Hauswassersystems. Gerade bei Häusern mit mehreren Stockwerken kommt es vor, dass der Wasserdruck in den oberen Etagen nicht ausreicht. Viele öffentliche Wasserversorger fördern das Wasser mit zu wenig Druck. Gerade beim Duschen zum Beispiel kann das sehr lästig sein. Um den Wasserdruck zuverlässig zu erhöhen und konstant zu halten, sind Hauswasserwerke ideal geeignet. Als Druckerhöhungsanlage können Hauswasserwerke den Komfort bei der häuslichen Wassernutzung erhöhen. Je nach Pumpe kann der Ein- und Abschaltdruck genau eingestellt werden. Der zu geringe Wasserdruck im vorhandenen Leitungssystem kann somit individuell erhöht werden.
Die Geräuschentwicklung
Was man beim Kauf eines Hauswasserwerkes auch beachten sollte, ist die Geräuschentwicklung der Anlagen. Da es sehr viele unterschiedliche Geräte von den verschiedensten Herstellern gibt, ist es nicht so einfach ein besonders leises Modell zu finden. Wie wichtig ein leiser Betrieb ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch sollte man diesen Aspekt nicht unbeachtet lassen.
Wird das Hauswasserwerk innerhalb des Hauses fest installiert, kann es sehr störend sein, wenn die Anlage zu laut arbeitet. Gerade bei Festinstallationen und dem Dauerbetrieb eines Hauswasserwerkes sollte man auf eine geringe Geräuschentwicklung achten. Hilfreich kann zudem die Verwendung von flexiblen Schläuchen sein. Diese übertragen keine Vibrationen und somit entstehen auch kaum Geräusche im Gegensatz zur Verwendung von starren Rohrsystemen.