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Welcher Lärmpegel ist mit einem Hauswasserwerk zu erwarten?

Scheppach HauswasserwerkeDas Interesse an einem Hauswasserwerk ist in vielen Haushalten groß. Gerade Eigenheimbesitzer versuchen dadurch Verbrauchskosten zu senken. Das damit verbundene Potenzial ist hoch, denn der überwiegende Teil des Trinkwassers, das wir im Alltag verwenden, ist sogenanntes Brauchwasser. Unter Brauchwasser wird Wasser verstanden, das wir nicht trinken und auch weder zum Kochen noch zum Backen nutzen. Es kann also problemlos durch Brunnen- oder Regenwasser ersetzt werden. Hierzu braucht es aber auch ein passendes Hauswasserwerk. Ein Punkt, der bei einem Hauswasserwerk oft in der Kritik steht, ist der entstehende Lärmpegel. Wir zeigen Ihnen hier, mit welcher Lautstärke Sie rechnen müssen und wie sich diese minimieren lässt.

Ist ein Hauswasserwerk unangenehm laut?

Welcher Lärmpegel ist mit einem Hauswasserwerk zu erwarten?Wenn ein Hauswasserwerk arbeitet, entsteht natürlich ein gewisser Geräuschpegel. Dieser Geräuschpegel ist aber in der Regel nicht permanent vorhanden, sondern wirklich nur, wenn die Pumpen arbeiten. Es gibt mehrere Aspekte, die beeinflussen, wie laut ein Hauswasserwerk wirklich ist.

TIPP: Möchten Sie ein möglichst leises Hauswasserwerk, müssen Sie schon beim Kauf darauf achten. Die meisten Hersteller geben übrigens an, wie laut die Geräte tatsächlich arbeiten.

Ob Sie wirklich ein besonders leises Hauswasserwerk brauchen, hängt sicherlich in erster Linie davon ab, wo sie dieses aufstellen. Befindet es sich nicht in der Nähe des Wohnbereichs, dürfte Sie die Lautstärke weniger stören.

Tipp! Da die Hersteller erkannt haben, dass gerade die Lautstärke während des Betriebs ein K.O.-Kriterium sein kann, wurde hier in den vergangenen Jahren Hand angelegt. Optimierte Formen und die Auswahl spezieller Materialien tragen dazu bei, dass die Lärmpegel der Hauswasserwerke an sich immer geringer werden.

Welche Faktoren beeinflussen die Lautstärke?

Die Lautstärke der Hauswasserwerke wird von unterschiedlichen Eigenschaften beeinflusst. Ein entscheidendes Merkmal ist hier die Qualität der Geräte. Diese spiegelt sich nicht nur in der Auswahl der Materialien, sondern auch in der Verarbeitung wider. Es gibt Hersteller, die großen Wert auf eine saubere Verarbeitung legen, da diese natürlich immer auch ein Garant für eine lange Lebensdauer ist. Leider zeigt sich das dann aber in der Regel auch bei den Preisen. So sind hochwertige Geräte relativ kostspielig.

Es gibt auch Hersteller, die ihre Hauswasserwerke sehr günstig anbieten. In diesem Fall müssen Sie aber auch Abstriche bei der Qualität in Kauf nehmen. Häufig sorgt hier eine minderwertige Verarbeitung dafür, dass Geräusche während des Betriebs lauter wahrgenommen werden.

Bei der Auswahl eines Hauswasserwerks sollten Sie unter Berücksichtigung der entstehenden Lautstärke außerdem auf die Druckbehältergröße und die Pumpenart achten. Auch das Material der Druckbehält kann Einfluss auf die Lautstärke der Systeme nehmen.

Welche Pumpen sind besonders leise oder laut?

Je nach Hersteller und Modell werden in den Hauswasserwerken unterschiedliche Pumpenarten eingesetzt. Die Pumpen sind einer der wesentlichen Einflussfaktoren für den Lärmpegel der Hauswasserwerke.

Es werden zwei grundlegende Pumpenarten in diesen Geräten verbaut:

Tauchpumpen Kreiselpumpen
Möchten Sie das Hauswasserwerk möglichst direkt in einer Zisterne einsetzen, können Sie auf ein Modell mit Tauchpumpe ausweichen. Der Vorteil ist: Die Pumpe sitzt direkt im Wasserreservoir und schränkt deswegen die Wohnqualität kaum ein. Sie erscheint sehr leise, was sie zu einer beliebten Wahl macht. Die meisten Hauswasserwerke, die Sie im Handel finden, arbeiten mit einer Kreiselpumpe. Kreiselpumpen erzeugen recht hohe Drehzahlen. Diese sind grundsätzlich auch erforderlich, denn nur so können die Pumpen nach dem Verdrängungsprinzip Wasser fördern. Da das Wasser während der Förderung immer wieder an die Gefäßwand des Hauswasserwerks drückt, ist der Geräuschpegel während des Betriebs sehr hoch. Stellen Sie das Hauswasserwerk also beispielsweise in der Garage auf, werden Sie dieses auch deutlich hören.

Die Wahl des richtigen Standortes

Wie laut Ihr Hauswasserwerk letzten Endes wirklich ist, hängst auch davon ab, wo genau Sie es aufstellen. Machen Sie sich möglichst schon früh Gedanken darüber, wo Sie das Gerät aufstellen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Garage: Viele Haushalte versuchen das Hauswasserwerk nah am Wohnbereich aufzustellen, um Wege zwischen den einzelnen Förderkomponenten und Abnehmern zu minimieren. An sich ist dieser Gedanke vielversprechend, doch er hat einen entscheidenden Nachteil. Gerade im Haus kommt Ihnen ein Hauswasserwerk sehr laut vor, denn während des Betriebs steigern Vibrationen die Geräuschkulisse. Diese Vibrationen können an das gesamte Gebäude weitergegeben werden. Um sie zu minimieren, sollten Sie das Hauswasserwerk nie direkt auf das Fundament stellen. Achten Sie außerdem darauf, dass es nicht an einer tragenden Wand angestellt wird
  • Unterirdische Grube: Wollen Sie das Wasser aus einem Brunnen im Garten fördern, können Sie sich ebenso für den Bau einer Grube entscheiden. Diese liegt unterirdisch und weit ab von Ihrem Wohnzimmer. Durch die Grube werden die Betriebsgeräusche sehr gut abgefangen. Auch wenn das Hauswasserwerk gerade arbeitet, werden Sie dieses weder im Garten noch im Haus direkt wahrnehmen können. Der Bau einer solchen Grube ist zwar aufwendiger, sorgt in der Regel aber auch dafür, dass Sie Ihr Hauswasserwerk das ganze Jahr über nutzen können.

Wenn Sie das Hauswasserwerk im Haus aufstellen möchten, sollten Sie bevorzugt darauf achten, dass dieses Zimmer gut gedämmt ist. Dämmmaterialien verhindern, dass Geräusche in einem Zimmer problemlos in andere Räume getragen werden, wo sie dann als störend wahrnehmbar sind.

Wände wirken wie Lautsprecher

Soll ein Hauswasserwerk ganzjährig betrieben werden, wird es gern in der Garage oder einem Nebengelass aufgestellt. Wir möchten hier noch einmal auf eine Besonderheit eingehen, deren Wirkung auf den Geräuschpegel gern unterschätzt wird. In der Regel stellen Sie das Hauswasserwerk natürlich nicht mitten im Raum auf, sondern Sie stellen es an eine Wand an oder entscheiden sich sogar für eine Wandmontage. Hierbei handelt es sich um einen der häufigsten Fehler.

Wände wirken grundsätzlich wie Lautsprecher. Das heißt: Die während des Betriebs entstehenden Geräusche werden bei einem Hauswasserwerk als lauter wahrgenommen als sie eigentlich sind. Die Wände werfen den Schall zurück. Sie nehmen dann also nicht nur die tatsächlichen Geräusche des Hauswasserwerks wahr, sondern auch den entstehenden Schall.

Egal ob Sie das Hauswasserwerk mittig im Raum oder in einer Ecke aufstellen: Achten Sie immer darauf, dass das Lüfterrad frei ist. Das Lüfterrad übernimmt eine wichtige Aufgabe. Es kühlt die Pumpe während des Betriebs. Grundsätzlich kann der Lärmpegel eines Hauswasserwerks stark zulegen, wenn die Pumpen zu heiß werden.

TIPP: Läuft eine Pumpe zu heiß, stellt das natürlich immer auch ein enormes Sicherheitsrisiko dar, denn hohe Temperaturen fördern technische Defekte.

Hauswasserwerk nachträglich dämmen: Diese Möglichkeiten gibt es

Haben Sie sich bereits für ein leises Hauswasserwerk entschieden und dieses wie empfohlen installiert, steht nur noch ein erster Testlauf an. Dieser Testlauf zeigt dann auch, wie laut das Gerät tatsächlich ist. Lassen Sie das Hauswasserwerk dabei ruhig einige Minuten laufen, um zu ermitteln, wie störend die Geräuschentwicklung ist. Finden Sie, dass das Hauswasserwerk zu laut ist, können Sie jetzt noch einmal Hand anlegen:

  1. Prüfen Sie zunächst noch einmal, ob das Lüfterrad wirklich frei ist.
  2. Wählen Sie einen Dämmstoff, um die Geräusche zu dämpfen.
  3. Befestigen Sie den Dämmstoff im Montagebereich des Hauswasserwerks. Achten Sie jedoch darauf, dass die Dämmmaterialien das Lüfterrad nicht verdecken.

Wir zeigen Ihnen in der folgenden Tabelle drei Materialien, die für die Dämmung des Hauswasserwerks infrage kommen:

Materialien Hinweise
Klemmfilz Klemmfilz bekommen Sie als Dämmmaterial in verschiedenen Stärken. Es lässt sich leicht anwenden und kann problemlos mit einem scharfen Messer zugeschnitten werden. Die Schalldämmung ist aufgrund der Materialstruktur sehr gut.
Steinwolle Steinwolle bekommen Sie lose oder auch in Stangenform. Auch sie weist gute Dämmeigenschaften auf, lässt sich aber in Stangenform viel leichter verarbeiten. Da sie hier ebenso zugeschnitten werden kann.
Glaswolle Glaswolle ist ein relativ günstiger Dämmstoff. Er wird ebenso als Filz oder Stange angeboten, sodass er leicht zugeschnitten werden kann. Preislich liegt sie im Mittelbereich. Die Materialstruktur ist hier so gestaltet, dass die geräuschdämmenden Eigenschaften vielversprechend ausfallen.

Natürlich gibt es noch weitere Dämmstoffe. Leider sind aber nicht alle für den Einsatz bei einem Hauswasserwerk geeignet. Auf Styropor sollten Sie zum Beispiel verzichten. Styropor hat durch die offenporige Struktur meist eine schallverstärkende Wirkung.

Lohnt sich ein Hauswasserwerk überhaupt?

Unter Berücksichtigung der Lautstärke, die bei einem Hauswasserwerk entstehen kann, fragen sich viele Verbraucher, ob sich die Investition überhaupt lohnt. Grundsätzlich muss diese Frage mit Ja beantwortet werden, denn ein Hauswasserwerk bietet viele Vorteile, von denen Sie vor allem langfristig profitieren können. Zunächst muss hier natürlich die Kostenseite genannt werden. Wenn Sie bedenken, dass 38 Prozent des verbrauchten Trinkwassers auf die Körperpflege und 33 Prozent auf die Toilettenspülung entfallen, wird schnell deutlich, dass Sie hier durch den Griff zu Brauchwasser aus dem Brunnen weit mehr als die Hälfte sparen können. Regen- und Brunnenwasser lassen sich vielseitig im Haushalt als Brauchwasser nutzen. So können Sie dieses für die WC-Spülung verwenden, sind damit aber auch gut beraten, wenn Sie es für die Waschmaschine nutzen. Nutzen Sie Brunnenwasser tatsächlich nur als Brauchwasser, halten sich die Investitionen in Grenzen. So müssen Sie das Wasser nicht labortechnisch untersuchen lassen. Anders ist es bei der Verwendung als Trinkwasser.

Hinweis: Hier muss genau hingesehen werden, um gesundheitliche Bedenken zu vermeiden.

So dürfen für die Förderung von Trinkwasser beispielsweise auch nur spezielle Hauswasserwerke genutzt werden. Hier müssen die verwendeten Materialien lebensmittelecht sein.  Wenn Sie mit einem Hauswasserwerk Brauchwasser fördern, sollten Sie auf eine angemessene Qualität aber keinesfalls verzichten. Diese wirkt sich letzten Endes positiv auf die Geräuschentwicklung aus.

Vor- und Nachteile eines Hauswasserwerks

Abschließend finden Sie noch einmal Stärken und Schwächen der Hauswasserwerke:

  • senkt die Wasserkosten dauerhaft
  • Brauchwasser kann durch Regen- oder Brunnenwasser bereitgestellt werden
  • relativ wartungsarm
  • leichte Handhabung und lange Nutzung
  • sind teilweise recht laut
  • Installationsort von der Bauweise und dem Einsatzbereich abhängig

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