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Gebrauchtes Hauswasserwerk kaufen: worauf achten?

Berlan HauswasserwerkeAuch heute nutzen vereinzelte Haushalte noch Hauswasserwerke. Wer weit abgelegen von der kommunale Infrastruktur wohnt und dort möglicherweise sogar ein neues Haus baut, benötigt eine solcher Eigenversorgungsanlage, um sich mit frischem Wasser zu versorgen und zugleich gebrauchtes Wasser zu entsorgen. Aber auch aus anderen Gründen setzten Eigenheimbesitzer auf Hauswasserwerke. Denn es lassen sich Wasserkosten sparen und durch die autarke Versorgung liegt die Kontrolle der Wasserqualität in ihren Händen. Ein Hauswasserwerk ist eine teure Anschaffung. Deswegen ist es sinnvoll, Kosten zu sparen, indem Sie sich beispielsweise ein gebrauchtes Hauswasserwerk kaufen. In diesem Ratgeber erklären wir, worauf Sie dabei achten sollten.

So funktioniert ein Hauswasserwerk

Gebrauchtes Hauswasserwerk kaufen: worauf achten?Damit Sie ein Hauswasserwerk nutzen können, benötigen Sie eine Quelle, aus der Sie das frische Wasser entnehmen können. Dies kann ein Brunnen sein oder ein Reservoir. Von dort wird es mittels einer Pumpe in das Haus befördert, wo es schließlich genutzt werden kann. Hat das Wasser seinen Verwertungskreislauf durchlaufen, muss es danach in einer Zisterne gesammelt werden. Diese muss regelmäßig geleert werden. In der Praxis wird dies häufig von einem Dienstleister erledigt, der einen Tankwagen einsetzt.

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Sprechen wir von einer Hauswasseranlage, meinen wir meistens lediglich die Pumpe, die das Wasser befördert. Für ein funktionierendes System benötigen Sie daneben auch die entsprechenden Leitungen, die das Wasser von der Pumpe in das Haus beziehungsweise nach der Nutzung in die Zisterne führen. Auch die Quelle und das Sammelbecken des verunreinigten Wassers gehören zu einer vollständigen Anlage und müssen gegebenenfalls neu errichtet werden.

So kalkulieren Sie, ob sich ein Hauswasserwerk lohnt

Vor der Anschaffung eines Hauswasserwerks steht zunächst die Frage, ob sich diese Investition lohnt. Dazu sollten sie folgende Dinge kennen:

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  • den jährlichen Wasserverbrauch,
  • die Kosten pro Kubikmeter Wasser,
  • die daraus resultierenden jährlichen Wasserkosten,
  • das Einsparpotenzial,
  • die Kosten für die Anschaffung und die Einrichtung einer Hauswasseranlage.

Die ersten drei Punkte der oben aufgeführten Liste dürften selbsterklärend sein. Erst ab dem vierten beginnt die Abwägung. Denn der Wasserverbrauch ist nicht identisch mit dem Einsparpotenzial. Schließlich müssen Sie sich entscheiden, ob Sie ein Modell für Brauchwasser oder für Trinkwasser errichten möchten. Für Brauchwasser, das Sie beispielsweise für die Toilettenspülung, zum Waschen oder zum Bewässern des Gartens verwenden, sind die Anforderungen nicht so hoch wie bei Trinkwasser. Wenn Sie Trinkwasser fördern möchten, muss die Quelle zunächst durch das Gesundheitsamt untersucht werden. Hinzu kommt, dass die Wasserleitungen aus lebensmittelechten Materialien bestehen müssen. Das steigert die Investitionskosten.

Tipp! Beim Brauch- und Nutzwasser besteht das größere Einsparpotenzial. Schließlich ist der Verbrauch in diesem Bereich in einem gewöhnlichen Haushalt  größer als beim Trinkwasser. Der Trinkwasserverbrauch beschränkt sich nämlich auf jene geringen Mengen, die wir zum Kochen oder zum unmittelbaren Verzehr verwenden.

Nicht nur für die Förderung von Trinkwasser gibt es Beschränkungen. Auch für Hauswasseranlagen, mit denen Sie Ihr eigenes Bauchwasser nutzbar machen wollen, gibt es Vorgaben. Sie dürfen beispielsweise eine jährliche Fördermenge von 6000 Litern nicht überschreiten. Auch der Förderdruck, den die Pumpe leisten darf, ist reglementiert.

Ein Hauswasserwerk zu errichten, ist eine langfristige Investition

Bei den Gesamtkosten für ein Hauswasserwerk ist das Schaffen eines Brunnens oder eines Reservoirs die mit Abstand die größte Investition. Deswegen lohnt sich die Installation einer Anlage vor allem dann, wenn eine Wasserquelle bereits vorhanden ist. Der Bau eines Brunnens kann nämlich leicht ein paar tausend Euro kosten. Dagegen ist die Anschaffung einer Hauswasseranlage vergleichsweise günstig. Die Pumpen sind für ein paar hundert Euro erhältlich. Gebrauchte Geräte sind natürlich günstiger.

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Tipp! Hauswasserwerke haben eine lange Lebensdauer. Deswegen spricht nichts dagegen, eine gebrauchte Pumpe zu erwerben. Wenn Sie dies tun, sollten Sie insbesondere auf den Zustand achten. Daneben spielt die Energieeffeizienz des Geräts eine große Rolle. Tauch- und Unterflurpumpen haben einen hohen Wirkungsgrad und können mit einer geringen Geräuschentwicklung betrieben werden. Je stromsparender die Pumpe ist, desto größer ist für Sie später die Kostenersparnis.

Beim Kauf ist hingegen unerlässlich, die technischen Daten der Eigenwasserversorgungsanlage mit Ihren Anforderungen abzugleichen. Bestimmen Sie vorher, welche Ansaughöhe, Förderhöhe und Fördermenge Sie für Ihre Quelle benötigen. Gleiches gilt für die Größe des Druckkessels und den maximalen Druck, den die Anlage aufbauen soll.

Vor- und Nachteile eines Hauswasserwerks

Die Anschaffung und Einrichtung einer Hauswasseranlage sind kostenaufwendig. Doch durch eine mehrjährige Nutzung werden die Kosten amortisiert und Sie können von der Investition profitieren. Aber welche Vor- und Nachteile haben Hauswasserwerke eigentlich? Unsere Übersicht fasst die wichtigsten zusammen.

Vorteile Nachteile
Kontrolle über die Wasserversorgung. Sie müssen sich vorab festlegen, ob Sie Brauch- oder Trinkwasser fördern müssen.
Einsparung von laufenden Versorgungskosten. Die Installation ist allerdings mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden und muss als langfristige Investition gesehen werden. Sie müssen sich selber um die Entsorgung des Schmutzwassers sorgen.
Größtes Einsparpotenzial besteht bei Brauchwasser. Wartung, Reparatur und Instandhaltung der Anlage können aufwendig sein.

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