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Wie hoch fallen die Wartungskosten eines Hauswasserwerks aus?

Jung HauswasserwerkeIst das Hauswasserwerk erst einmal angeschafft, kommt schnell die Frage nach den weiteren Kosten auf. Was kosten der Betrieb und die Wartung des Hauswasserwerks? Welche Wartungsarbeiten müssen überhaupt vorgenommen werden und fallen bei einem Hauswasserwerk regelmäßige Wartungskosten an? Wir haben uns diesen Fragen angenommen und fassen für Sie das Wichtigste rund um die Hauswasserwerke zusammen. Lesen Sie hier, welche Geräte gewartet werden müssen und worauf hier zu achten ist.

Eine regelmäßige Wartung ist wichtig

Wie hoch fallen die Wartungskosten eines Hauswasserwerks aus?Grundsätzlich gilt: Möchten Sie Ihr Hauswasserwerk mehrere Jahre nutzen und soll es Sie zuverlässig bei der Wartung unterstützen, dann sollten Sie dieses auch regelmäßig warten. Eine regelmäßige Wartung bringt allerhand Vorteile, denn Sie finden dadurch schnell heraus, ob es eventuelle Störungen im Betrieb gibt oder ob einzelne Komponenten nicht mehr richtig arbeiten.

Bevor Sie allerdings mit der Wartung beginnen, sollte Ihnen bewusst sein, wie ein Hauswasserwerk aufgebaut ist. Weiterhin brauchen Sie für die Wartung ein gewisses technisches Grundverständnis.

Hinweis: Ein Hauswasserwerk ist für die Brunnen- oder Regenwassernutzung immer dann sinnvoll, wenn es mehrere Stellen gibt, an denen eine Abnahme erfolgen kann. An diesen Entnahmestellen sorgt das Hauswasserwerk immer für konstanten Druck.

Bei dem Hauswasserwerk handelt es sich an und für sich um ein sehr komplexes Gerät, das sich aus vielen Komponenten zusammensetzt. Wichtig sind dabei vor allem die Pumpe und der Druckbehälter.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Bauteile unterscheiden und welche Aufgaben Sie in einem Hauswasserwerk übernehmen:

Pumpe des Hauswasserwerks Druckbehälter
In einem Hauswasserwerk können unterschiedliche Pumpenarten eingesetzt werden. Recht häufig kommen Kreiselpumpen vor. Hin und wieder werden auch Tauchpumpen eingesetzt. Tauchpumpen bieten den Vorteil, dass sie sehr leise sind. Kreiselpumpen arbeiten mit hohen Drehzahlen und nach dem Prinzip der Verdrängung. Dadurch sind sie an und für sich zwar lauter, aber auch deutlich leistungsstärker. Darüber hinaus gibt es den Druckbehälter. Der Druckbehälter ist ein häufig aus Edelstahl gefertigter Kessel. In dem Kessel gibt es grundsätzlich zwei Kammern, wobei eine als Wasserkammer genutzt wird. In der anderen befindet sich dagegen Luft oder Gas. Die Unterteilung in die unterschiedlichen Kammern kann sehr verschieden erfolgen. Es kommen unterschiedliche Kessel zum Einsatz. Eine spezielle Ausführung ist der Membrankessel. Hier wird die Unterteilung durch eine Membran vorgenommen. Diese Membran besteht aus synthetischem Kautschuk.

Natürlich gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Hauswasserwerken auf dem Markt. Die generelle Funktionsweise ist hier aber immer die Gleiche. So wird durch die Pumpe zunächst Wasser aus Brunnen oder Zisterne gefördert. Anschließend wird das Wasser schließlich in den Druckkessel transportiert. Sobald das Wasser im Druckkessel ist, weitet sich die Membran. Die noch vorhandene Luft wird schrittweise verdrängt, bis ein gewisser Druck erreicht wurde. Durch die zusammengepresste Luft wird das Wasser vom Kessel aus schließlich in die Leitungen weitergegeben.

Ein Hauswasserwerk arbeitet immer automatisch und gut versteckt im Hintergrund. Sie können Wasser auch dann abnehmen, wenn das Gerät an sich gerade nicht arbeitet. Das Hauswasserwerk registriert selbst, wenn nicht mehr genügend Druck gegeben ist. In diesem Fall wird sofort neues Wasser gefördert. Dieses Funktionsprinzip sorgt dafür, dass Hauswasserwerke eine deutlich längere Haltbarkeit aufweisen als es beispielsweise bei den klassischen Pumpen der Fall ist. Gerade kleine Wassermengen können rasch abgenommen werden, ohne dass die Pumpe sofort wieder arbeiten muss.

Hauswasserwerke sind wartungsarm

Aufgrund ihrer Bauweise laufen Hauswasserwerke nicht permanent, sondern wirklich immer nur dann, wenn nicht mehr ausreichend Wasser für die Abnehmer zur Verfügung steht. An und für sich sind Hauswasserwerke also relativ wartungsarm. Die Wartung geht zudem recht schnell und ist keineswegs mit einem hohen Aufwand verbunden. Trotzdem ist es wichtig, dass Wartung und Reinigung in regelmäßigen Abständen erfolgen. Das tut vor allem der Lebensdauer der Geräte gut. Stellt sich nun die Frage, wann ein Hauswasserwerk gewartet werden muss?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Warten Sie regelmäßig, kann die Wartung innerhalb eines festgelegten Abstands, beispielsweise im Rhythmus von 3 Monaten erfolgen. Das schafft Sicherheit und sorgt zudem dafür, dass eventuelle Defekte schnell erkannt werden.
  • Sie können das Hauswasserwerk auch nach Bedarf warten. In diesem Fall müssen Sie kurzfristig tätig werden, spätestens dann, wenn das Gerät nicht mehr richtig arbeitet. Das erkennen Sie an unterschiedlichen Aspekten. Ist das Hauswasserwerk beispielsweise plötzlich sehr laut oder werden nur noch geringe Wassermengen gefördert, müssen Sie eine Wartung einplanen.

Einschränkungen in der Funktionsweise sind immer ein Zeichen dafür, dass ein Hauswasserwerk verschmutzt ist. Solche Verunreinigungen können sich in kleineren Verbindungsstellen absetzen. Natürlich können auch technische Defekte dafür verantwortlich sein. Auch diese werden aber in der Regel vor allem bei einer Reinigung sichtbar.

Die häufigste Wartungsarbeit ist also immer die Reinigung. Hier sollten Sie aber auch stets einen genauen Blick auf die Geräte werfen und die Hauswasserwerke genau begutachten.

Bei der Reinigung gehen Sie wie folgt vor:

  1. Stellen Sie die Pumpe zunächst ab. Grundsätzlich können Hauswasserwerke mit Ventil durchaus den Reinigungsmodus erkennen, doch auch Technik kann hin und wieder versagen. Daher ist es immer wichtig, selbst Hand anzulegen.
  2. Einmal abgeschaltet, können Sie problemlos auf den Filter zugreifen. Sie nehmen den Filter aus dem Hauswasserwerk und schauen sich diesen an. Hierin finden Sie in der Regel allerhand Verschmutzungen, die aus dem Wasser gefiltert werden. Bekommen Sie den Filter nicht gleich heraus, sollten Sie immer nachlesen. In der Bedienungsanleitung der Geräte finden Sie grundsätzlich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
  3. Die Reinigung des Filters geht sehr schnell von der Hand und setzt übrigens keinerlei Fachwissen voraus. Einmal herausgenommen, können Sie den Filter einfach unter fließendem Wasser abspülen.
    TIPP: Ist der Filter erst einmal sauber, können Sie ihn auf Herz und Nieren überprüfen. Diese Chance sollten Sie auch unbedingt nutzen, denn Sie zeigt, ob der Filter noch intakt ist oder ausgetauscht werden muss.
  4. Nach der Reinigung und Überprüfung können Sie den Filter problemlos wieder in das Hauswasserwerk einsetzen.
  5. Schalten Sie Ihr Hauswasserwerk wieder an.

Nach der Reinigung des Filters arbeiten die meisten Hauswasserwerke wieder makellos. Ist der Filter defekt, sollten Sie ihn aber in jedem Fall zeitnah austauschen. Hier müssen Sie auf die Ersatzteile der Hersteller ausweichen. Die Filter gibt es in unterschiedlichen Preisklassen. Je nach Hersteller und Modell bewegen sich diese zwischen 15 und 40 Euro. Teilweise werden sie im Set mit weiterem Zubehör angeboten.

Tipp: Weitere Kosten kommen bei der Reinigung nicht auf Sie zu. In vielen Fällen dürfte die Reinigung sogar kostenfrei sein.

Kontrolle des Drucks: Auch das gehört zur Wartung

Neben der Reinigung des Filters müssen Sie bei der Wartung des Hauswasserwerks auf weitere Besonderheiten achten. So ist beispielsweise eine regelmäßige Druckkontrolle wichtig. Bei einem Modell mit Manometer ist das relativ einfach möglich und kostet zudem nur wenig Zeit. Sie müssen den Luftdruck bei einem Hauswasserwerk regelmäßig überprüfen, wobei es natürlich auch hier Unterschiede gibt. Bei einem jungen Hauswasserwerk, das noch nicht lange in Betrieb ist, reicht es in der Regel aus, wenn Sie den Luftdruck im Rhythmus von drei Monaten überprüfen. Bei älteren Ausführungen sollte die Kontrolle engmaschiger sein. Hier können Sie auch jeden Monat genau hinsehen.

Wichtig ist bei der Luftdruckkontrolle vor allem eins: Der Luftdruck muss konstant bleiben. Schon kleinere Druckschwankungen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und tragen dazu bei, dass die Pumpe nicht mehr richtig arbeitet. Ist der Luftdruck aufgrund eines technischen Defekts zu niedrig, besteht immer die Gefahr, dass die Pumpe sich zu häufig einschaltet.

Daraus folgend ergeben sich folgende Probleme:

  • Durch das häufige Einschalten der Pumpe verkürzt sich die Lebensdauer massiv. Es drohen hier weitere Schäden, die kostspielig sind und sich nicht ohne weiteres reparieren lassen.
  • Die permanent arbeitende Pumpe verursacht deutlich höhere Betriebskosten. Insbesondere der Energieverbrauch nimmt hier stetig zu.
  • Da das Hauswasserwerk bei falscher Druckeinstellung viel intensiver arbeitet, nimmt auch die Lärmbelästigung zu.

Aufgrund der Bauweise verliert jedes Hauswasserwerk Luft. Dies lässt sich auch durch andere Materialien oder eine optimierte Bauweise nicht vermeiden. Deswegen ist es auch so wichtig, den Luftdruck zu kontrollieren und hier bei technischen Defekten zu reagieren. Auch diese Wartungsarbeit geht schnell und setzt übrigens keinerlei umfassende Fachkenntnisse voraus.

TIPP: Wenn Sie unabhängig sein und Geld sparen wollen, sollten Sie sich für den Kauf eines Luftdruckprüfers entscheiden. Im Online Handel bekommen Sie das kleine, handliche Gerät bereits für rund 15 Euro.

Die Luftdruckkontrolle an sich geht dann sehr zügig von der Hand. So wird das Hauswasserwerk zunächst vom Netz genommen. Sie müssen nun die Auslaufventile öffnen. Dadurch wird der Kessel komplett entleert. Im nächsten Schritt wird der Luftdruckprüfer an das Kesselventil angeschlossen. Sie können von dem kleinen Digitaldisplay nun ablesen, wie viel Druck auf dem Kessel ist. Dieser Druck schwankt je nach Gerät, wenn er richtig eingestellt ist, zwischen 1,5 und 1,8 bar. Liegt der angezeigte Wert unter dieser Grenze, sollten Sie aktiv werden. Sie müssen dann Luft aufpumpen. Das ist über das Belüftungsventil möglich. Entweder Sie pumpen die Luft mit einer Luftpumpe auf oder Sie nutzen einen Kompressor. Das geht natürlich leichter von der Hand. Auch nach dem Aufpumpen, sollten Sie noch einmal kontrollieren, ob ausreichend Druck vorhanden ist.

Fazit: Wartung ist wichtig

Für einen Hauswasserwerkbesitzer ist die Wartung des Geräts unabdingbar. Sie sollten sich dabei Zeit nehmen. Der Vorteil ist, dass kaum Wartungskosten anfallen. Abgesehen von dem Luftdruckmessgerät für 15 Euro und hin und wieder einem neuen Filter müssen Sie mit keinerlei Aufwendungen rechnen.

Vor- und Nachteile einer regelmäßigen Wartung

Wir zeigen Ihnen in der folgenden Tabelle noch einmal Vor- und Nachteile, die eine regelmäßige Wartung hat.

  • dauerhaft sicherer Betrieb wird gewährleistet
  • keine hohen Kosten
  • Wartung kann selbst vorgenommen werden
  • braucht nicht viel Zeit
  • stellt reibungslosen Betrieb sicher
  • sichert eine lange Lebensdauer
  • Zubehör erforderlich
  • Reinigung des Filters kann etwas aufwendiger sein

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