Ein Hauswasserwerk kann immer dann von Vorteil sein, wenn Gebäude keinen eigenen Anschluss an die öffentliche Trinkwasserversorgung für sich beanspruchen können. Seltener an Wohngebäuden in Gemeinderäumen, jedoch häufiger an Gartenlauben, Waldhütten, Schrebergarten- und Wochenendhäuschen tritt ein solcher Fall auf. Die Installation eines Hauswasserwerks, bzw. einer automatisierten Eigenwasserversorgungsanlage (EVA) kann dabei vom Fachmann übernommen werden – oder in weiten Teilen auch selbst umgesetzt werden. Dabei sollten jedoch einige wichtige Aspekte bedacht werden.
Die wichtigsten Vorraussetzungen
Unabdingbar und dennoch häufig nicht oder unzulänglich beachtet, ist und wird die Förderhöhe des Grundwassers. Diese Höhe kann dabei abhängig von verschiedenen Faktoren stark schwanken, so spielen etwa die örtlichen Gegebenheiten ebenso eine große Rolle wie der nach Jahreszeiten variierende Grundwasserspiegel. Eine Empfehlung lautet deshalb, die Förderhöhe immer einige Meter höher zu bemessen, als die Differenz zwischen Grundwasserspiegel und Brunnenkante beträgt. Mit einer ökonomischen Bemessung kann so bares Geld gespart werden, grundsätzlich ist es dann nämlich möglich, den Brunnen fast leer zu pumpen.
Ebenso wichtig wie die Förderhöhe ist eine der Installation vorangehende Bedarfsanalyse. Je nach Größe der Fläche, die bewässert werden, können verschieden große Fördermengen und Leistungen beansprucht und installiert werden. Die unterschiedlichen Hersteller des entsprechenden Zubehörs bieten verschieden große Tanks und unterschiedlich starke Pumpen an, so dass prinzipiell Bewässerungen von Kleingärten bis hin zu großen Agrarfläche möglich sind.
Die Bestandteile eines Hauswasserwerks
Zur Installation eines Hauswasserwerks zählen natürlich unterschiedliche Bauteile. Zunächst einmal ist es notwendig, dass eine Zisterne in den Boden eingelassen wird. Zisternen können heute etwa aus Kunststoff, aber auch aus Beton bestehen. In ihnen wird das Wasser, meist Regenwasser, gespeichert und aufbereitet. Eine Filter- oder eine hauseigene, kleine Kläranlage können dafür sorgen, dass das Wasser ordentlich aufbereitet wird und etwa zur Gartenbewässerung aber auch zum Betrieb von Wasch- und Spülmaschinen oder Toilettenspülungen genutzt werden kann. In der Zisterne sollte zudem eine Füllstandsanzeige verbaut werden, diese kann mit einfachen Mitteln selbst errichtet werden, ein Stück Holz mit einem Gewicht daran kann dabei schon ausreichend sein. Die Zisterne wird dann mit einer Saugleitung, die in einem Leerrohr verlegt werden kann, mit dem Hauswasserwerk im eigenen Keller (für den Fall, dass das Werk in einem Betrieb oder im Eigenheim installiert werden soll) verbunden.
Für das Hauswasserwerk selbst sind verschiedene Anschlüsse erforderlich. So muss es zum einen an die Stromversorgung angeschlossen werden, eine einfache Steckdose ist dazu ausreichend, Starkstrom wird in der Regel nicht benötigt. Andererseits sind natürlich auch Wasserleitungen unabdingbar, um das gewonnene Regenwasser auch nutzen zu können. Je nach Art der Nutzung können dabei verschieden viele Wasserleitungen zum Einsatz kommen. Soll der Garten bewässert werden, ist es theoretisch möglich, einen einfachen Gartenschlauch an das Hauswasserwerk anzuschließen und diesen über das Leerrohr wieder nach draußen zu führen. Wasser, das für Toilettenspülungen, Wasch- und/ oder Spülmaschinen genutzt werden soll, kann mit weiteren Leitungen ins Haus und zu den entsprechenden Stellen geführt werden, dazu sollte jedoch ein Regenwasserzähler zwischengeschaltet werden.
Die wichtigsten Bestandteile auf einen Blick:
- Zisterne mit Füllstandsanzeige und ggf. Filter
- Leerrohr, durch das Saugleitung und ggf. Gartenschlauch zum Haus / zurück in den Garten führen
- Hauswasserwerk mit Stromversorgung via Steckdose und je nach Bedarf entsprechend viele Wasserleitungen zu Toiletten, Wasch- und/oder Spülmaschinen
- Ein Wasserverteiler
- Ein (Regen-)Wasserzähler
- verschiedene Anschlüsse und Montageteile