Zu wenig Druck im Hauswasswerk?

18. April 2012 15:04


Damit das Hauswasserwerk seinen Zweck ordnungsgemäß erfüllen und Wasser dorthin befördern kann, wo es es gerade benötigt wird, ist es erforderlich, dass ein gewisser Druck aufgebaut werden kann. Dieser Druck kann dabei an der Pumpe selbst eingestellt werden und sollte je nach lokalen Gegebenheiten zwischen 1,5 und 3 bar liegen, damit das Wasser mit ausreichendem Druck durch den Gartenschlauch, in die Waschmaschine oder auch in die Toilettenspülung gepumpt werden kann. Kann dieser Druck nicht mehr aufgebaut werden, obwohl eine gewisse Barzahl eingestellt worden ist, so können verschiedene Ursachen dafür der Grund sein, die je nach Art entweder selbst oder durch einen Spezialisten behoben werden können.

Problem 1: Die Montage des Pumpenrads
Lösungsvorschlag: Eine Ursache dafür, dass die Pumpe keinen Druck mehr aufbauen kann, könnte möglicherweise ein gelockertes oder falsch sitzendes Pumpenrad sein. Um seinen Sitz zu kontrollieren, sollte die Pumpe geöffnet werden. Anschließende sollte überprüft werden, ob das Pumpenrad ordnungsgemäß auf der Achse sitzt und gegebenenfalls nahgezogen oder festgedreht werden.

Problem 2: Dichtungen defekt
Lösungsvorschlag: Poröse oder defekte Dichtungen sorgen dafür, dass Wasser aus seinem eigentlichen Zyklus ausdringen kann und der Druck sich infolgedessen verringert. Nicht nur der mangelnde Wasserdruck, sondern auch weitere Schäden im Innern des Hauswasserwerks können dann schlimmstenfalls die Folge sein. Aus diesem Grund sollten alle Dichtungen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Diese Dichtungen erhält man sowohl bei den jeweiligen Geräteherstellern als auch im Baumarkt zu vergleichsweise geringen Preisen.

Problem 3: Die Pumpe saugt Luft statt Wasser an
Lösungsvorschläge: Auch wenn die Pumpe Luft statt Wasser zieht, verringert sich dadurch unweigerlich der Wasserdruck. Diesem Problem können mehrere Ursachen zugrunde liegen – dementsprechend gibt es verschiedene Lösungsvorschläge.

1. Möglicherweise hängt die Pumpenspitze nicht tief genug im Wasser, beispielsweise weil es in den vergangenen Wochen sehr trocken war. Die meisten Pumpenspitzen lassen sich jedoch verstellen, sollte dieser Sachverhalt die Ursache sein, sollte demzufolge ein solches Verstellen vorgenommen werden.
2. Der Anschluss zur Pumpe ist undicht: In einem solchen Fall greift der Lösungsvorschlag des Problems Nr. 2.
3. Eine der Muffen ist undicht: Wenn die ersten beiden Fälle als Ursache für ein Luftziehen der Pumpe ausgeschlossen werden konnten, so sollten die Muffen der Anlage überprüft werden. Dazu kann die Pumpe an verschiedenen Knotenpunkten der gesamten Hauswasserwerkanlage, bzw. auf dem Weg zwischen Zisterne und Wasserwerk, angeschlossen werden. Dieser Schritt ist aufwendiger, kann aber durchaus lohnenswert sein, wenn darin die Ursache des Problems gefunden werden kann. Zur Lösung des Problems kann die undichte Muffe nachgestellt werden, gegebenenfalls ist hier ebenfalls ein Austausch einer Dichtung erforderlich.

Problem 4: Das Rückschlagventil
Lösungsvorschläge: Auch hier kommen zwei Möglichkeiten in Frage. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass die Verbindungen vom Rückschlagventil, bzw. zum Rückschlagventil hin undicht sind. Auch in einem solchen Fall müssten die entsprechenden Dichtungen ausgetauscht werden. Andererseits ist es auch möglich, dass das Ventil an sich defekt ist und somit komplett ausgetauscht werden müsste. Wer handwerklich weniger versiert ist, sollte diese Arbeit einem Fachmann überlassen.

Problem 5: Defekter Druckkörper / Defekte Membran
Lösungsvorschlag: Wenn alle bislang genannten Ursachen nicht vorliegen, so ist es wahrscheinlich, dass der Druckkörper der Pumpe, bzw. die Membran, die in diesem Druckkörper sitzt, defekt ist. In einem solchen Fall muss ein Ersatzteil bestellt werden, das von einem Fachmann ausgetauscht werden sollte.

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