Wie bei vielen mechanischen Geräten kann es auch bei Hauswasserwerken der Fall sein, dass während des Betriebs eine gewisse Lautstärke erreicht wird. Gerade dann, wenn das Wasserwerk im eigenen Keller oder an der Hauswand installiert worden ist, kann aus den Geräuschen jedoch schnell ein permanenter Stressfaktor entstehen, der einen den letzten Nerv zu rauben droht. Schließlich nimmt man ein bestimmtes Geräusch immer wahr, sobald man es zum ersten Mal bemerkt hat. Um einem zu lauten Hauswasserwerk vorzubeugen oder die durch es verursachten akustischen Störungen zu beheben, gibt es jedoch einige Ansätze. Im Folgenden einige Lösungsvorschläge.
Vor dem Kauf
Ehe man ein Hauswasserwerk kauft, sollte man Geräte verschiedener Hersteller vergleichen – und das nicht nur aus Gründen der Leistungsstärke, sondern auch aus Gründen der Betriebslautstärke. Der dB(A)-Wert gibt dabei Auskunft darüber, wie hoch diese Betriebslautstärke tatsächlich ausfallen wird. Allerdings ist dieser Wert eher als Richtwert zu verstehen, denn die physikalischen Gegebenheiten vor (Installations-)Ort können dazu beitragen, dass die Betriebsgeräusche verstärkt werden.
Vor der Installation
Ehe das Hauswasserwerk installiert wird, sollte überprüft werden, wo genau diese Installation vorgenommen werden soll. Eine Hauswand beispielsweise, die eine große Fläche bietet, kann schnell wie ein Lautsprecher wirken und die Pumpengeräusche trotz niedrigem db(A)-Wert unverhältnismäßig verstärken. Auch das Aufstellen des Wasserwerks ohne weitere Isolierung in einem Raum kann dafür sorgen, dass der Schall sich frei entfalten kann – und so sehr schnell dumpf durchs ganze Hause dröhnt. Um dem zu entgehen, ist es möglich, das Wasserwerk außerhalb des Hauses und zum Beispiel in der Zisterne selbst zu installieren.
Während der Installation
Während der Installation eines Hauswasserwerks sollte darauf geachtet werden, dass das Lüfterrad der Pumpe frei bleibt. Ist das nicht der Fall, zum Beispiel weil die Pumpe abgedeckt worden ist oder in eine Kiste gestellt wurde, kann keine reguläre Belüftung der Pumpe erfolgen. Das kann nicht nur zur Folge haben, dass der Motor heiß läuft, sondern gleichzeitig auch für eine unangenehme und sehr laute Geräuschentwicklung sorgen. Zudem sollte während der Installation dafür gesorgt werden, dass die angeschlossene Rohrleitung etwa durch einen einfachen Gummischlauch oder auch durch einen Kompensator von der Pumpe selbst entkoppelt wird. So können unschöne und störende Rasselgeräusche vermieden werden.
Nachträgliche Korrekturen
Wurden vor und während der Installation des Hauswasserwerks alle Tipps berücksichtig und tritt dennoch ein störender Geräuschpegel auf, so können auch nachträglich noch einige Korrekturen vorgenommen werden, die die Betriebslautstärke von Pumpe und Motor regulieren können. So empfehlen sich etwa Glas- oder Steinwolle sowie Klemmfilz als hervorragende Materialien, um das Wasserwerk und seine Geräusche zu dämmen. Dabei sollte aber unbedingt darauf geachtet werden, dass die Lüftung, bzw. das Lüfterrad der Pumpe offen bleiben. Auf Styropor als Dämmmaterial sollte verzichten werden, denn das Material kann entgegen seines intendierten Nutzens dafür sorgen, dass der Schall noch mehr verteilt werden. Styropor wirkt somit schlimmstenfalls als Schallverstärker statt als Dämmmittel.
Dich wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- dB(A)-Wert des Hauswasserwerks vor dem Kauf beachten
- den optimalen Platz für das Werk suchen
- Lüfter/Lüfterrad freihalten
- Pumpe nicht an einer Gebäudewand und nicht in einer Kiste installieren
- Dämmmaterial verwenden, wie etwa Stein- oder Glaswolle, Klemmfilz. Nicht verwenden: Styropor