Das Hauswasserwerk saugt kein Wasser? Hier kommen Lösungsvorschläge!
Wenn das Hauswasserwerk kein Wasser saugt, dann können diesem Problem verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Auch wenn man es annehmen möchte, nicht immer ist dabei eine defekte Pumpe der Quell des Übels, in manchen Fällen können weitaus kleinere Störungen und Defekte dafür sorgen, dass das Wasser nicht mehr angesaugt werden kann. Im Folgenden einige mögliche Ursachen für die Probleme – und dazu die entsprechenden Lösungsvorschläge.
Problem 1: Die Pumpe oder die Leitungen sind nicht richtig dicht
Gerade dann, wenn eine eine Pumpe draußen überwintert und bereits einige Jahre in Gebrauch ist, treten natürlich Verschleißerscheinungen auf. Dichtungen und Leitungen können durch Frost und die permanente Nutzung porös werden, schlimmstenfalls sogar platzen, wenn sie nicht richtig isoliert worden sind und der Winter besonders kalt war. Die Pumpe zieht dann nur noch Luft statt Wasser.
Lösungsansatz: Wenn Pumpe und Hauswasserwerk installiert werden, sollte man darauf achten, dass insbesondere die Leitungen isoliert werden. Positiver Nebeneffekt: Damit wird auch der Schall gedämpft und die Maschine läuft leiser. Dazu kann zum Beispiel Klemmfilz, Glas- oder Steinwolle verwendet werden, das Laufrad der Pumpe sollte jedoch in jedem Fall frei bleiben. Während des Betriebs der Anlage sollten Leitungen und auch Dichtungen dann in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gewartet werden. Eine poröse Dichtung bricht schnell, Wasser tritt aus und die Pumpe saugt nur noch Luft. Ersatzdichtungen erhält man beim Hersteller oder auch im Baumarkt meist für kleines Geld, zudem können sie in der Regel ganz einfach selbst ausgetauscht werden. Plastikverschraubungen sollten zudem idealerweise mit einem Teflonband gesichert und somit dicht gemacht werden.
Problem 2: Die Grube ist zu tief, bzw. die Pumpe zu schwach
Für eine korrekte Wasserförderung sind nicht ausschließlich die Bauteile ausschlaggebend, sondern auch die physikalischen Gegebenheiten vor Ort müssen berücksichtigt werden, idealerweise wird beides in einen Einklang gebracht, damit das Hauswasserwerk lange ohne Probleme laufen kann.
Lösungsansatz: Eine zu tiefe Grube ist nahezu unmöglich, lediglich die Pumpe muss dieser Grubentiefe angepasst werden. Beim Kauf und der Installation des Hauswasserwerks sollte also darauf geachtet werden, dass die Leistungsstärke der Pumpe für die Tiefe der Grube ausreichend ist. Die Hersteller vermerken die Leistungsstärke der Geräte sowie deren Ansaughöhe in der Regel auf den Verpackungen der jeweiligen Pumpen.
Problem 3: Ist die Pumpe defekt?
Eine defekte Pumpe kann natürlich kein Wasser mehr ansaugen. Um die Funktionalität des Bauteils zu überprüfen, können folgende Maßnahmen vorgenommen werden:
Lösungsansatz: Die Schläuche der Pumpe sollten mit Wasser gefüllt und beide in ein volles Fass getaucht werden. Die Pumpe selbst wird zunächst auf Höhe des Fasses positioniert und sollte dann problemlos Wasser fördern. Schritt für Schritt wird die Pumpe dann höher gestellt und der Vorgang immer wieder wiederholt. Treten Luftblasen aus den Schläuchen, so liegt darin die Ursache und das Problem ist schnell behoben: Die Schläuche müssen ausgetauscht werden. Sind die Schläuche dicht und fördert die Pumpe dennoch kein Wasser, so ist wahrscheinlich der Worst Case eingetreten: Die Pumpe selbst ist defekt und muss ausgetauscht werden. Bevor die ganze Pumpe ausgetauscht wird, sollten jedoch noch die Rückschlagventile untersucht werden: Häufig steckt auch in ihnen die Ursache dafür, dass kein Wasser mehr angesaugt wird. In manchen Fällen kann dabei schon eine Reinigung des Siebs ausreichend sein.