Wenn das Hauswasserwerk kein Wasser fördert…
…dann ist das ein Ärgernis, schließlich besteht darin seine eigentliche Aufgabe. Die Ursache dafür kann verschiedener Art sein, dementsprechend gibt es natürlich auch unterschiedliche Lösungsansätze. Einige der Probleme können dabei schnell und in Eigenregie behoben werden. Wer sich unsicher ist, ob die Arbeiten selbst erledigt werden können, der sollte einen Fachmann um Rat und/oder Hilfe bitten, der dann bei der Reparatur zur Hand gehen, bzw. diese übernehmen kann. Erst einmal gilt aber natürlich der Leitsatz „Selbst ist der Mann/die Frau“ und mit unseren Lösungsvorschlägen kann das Problem bestenfalls selbst im Handumdrehen beseitigt werden.
Problem 1: Der Wasserstand
Wenn der Wasserstand nicht ausreichend ist, so dass Förderrohr oder Pumpenspitze an es heranreichen, bzw. in es eintauchen können, so wird die Förderung natürlich problematisch.
Lösungsansatz: Mit einem einfachen, selbstgebauten Lot kann der Wasserstand kontrolliert werden. Gerade in Wochen, in denen es keinen Regen gab, sinkt der Stand natürlich und es ist möglich, dass die Pumpenspitze gar nicht mehr mit dem Wasser in Kontakt kommt. Diese Spitzen lassen sich jedoch häufig verstellen, so dass sie an den aktuellen Wasserstand angepasst werden können.
Problem 2: Die Pumpe wird erstmalig in Betrieb genommen und fördert kein Wasser – ist sie defekt?
Zum erstmaligen Betrieb des Hauswasserwerks bedarf es ein wenig Geduld. Die Pumpe muss sozusagen „einlaufen“ und erst einmal den nötigen Druck aufbauen, um Wasser fördern zu können.
Lösungsansatz: Um ein Hauswasserwerk samt Pumpe in erstmaligen Betrieb nehmen zu können, sollte man wie folgt vorgehen (gilt für neuere Hauswasserwerke mit Kreiselpumpen und Rückschlagventil): Damit Wasser angesaugt werden kann, sollte man zunächst überprüfen, ob alle Anschlüsse und Leitungen dicht sind. Bei einer neugekauften Pumpe ist das natürlich der Fall. Anschließend werden alle Entleerungs- und Entnahmehähne, bis auf den obersten Entnahmehahn, verschlossen. Über den Entleerungshahn wird mit Hilfe eines Schlauchs so lange Wasser in die Pumpe geleitet, bis es aus dieser Stelle wieder austritt, je nach Pumpengröße kann die Wassermenge dabei variieren. Der Entnahmehahn wird wieder verschlossen und die Pumpe kann gestartet werden. Sie wird damit beginnen, einen Unterdruck aufzubauen und schließlich das Wasser zu fördern, der Strom kann nun fließen. Sollte diese Vorgehensweise nicht beim ersten Versuch funktionieren, hat die Pumpe gegebenenfalls noch keinen ausreichenden Druck aufgebaut, der Vorgang sollte wiederholt werden, spätestens beim zweiten Mal sollte sie dann endlich Wasser fördern und kann regulär installiert werden.
Problem 3: Die Pumpe stand länger still
Lösungsansatz: Auch, wenn die Pumpe längere Zeit still stand, kann es möglich sein, dass kein ausreichender Druck aufgebaut werden kann. In diesem Fall sollte Lösungsvorschlag 2 ebenfalls angewendet werden.
Problem 4: Pumpe und Hauswasserwerk sind nicht kompatibel
Wer ein Haus mit Garten kauft, der findet in manchen Fällen im Garten eine Zisterne mit Pumpe vor, das Hauswasserwerk muss dann noch installiert bzw. aufgerüstet werden. Ein Glücksfall sozusagen, der jedoch auch seine Tücken birgt – gerade dann, wenn eines der Bauteile neu angeschafft werden soll.
Lösungsansatz: Bei der Installation älterer Pumpen an neuere Hauswasserwerke sollte man auf die Kompatibilität der beiden achten. Ältere Pumpen wurden meist als Kolbenpumpen und ohne Rückschlagventil verbaut, da sie selbstansaugend waren. Die lassen sich jedoch in der Regel nicht an neuere Wasserwerke anschließen, sofern diese nicht selbstansaugend sind.